Ein «Warsh-Schock» erschütterte die Finanzmärkte zu Wochenbeginn. US-Präsident Donald Trump nominierte den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als künftigen Chef der amerikanischen Notenbank Federal Reserve – eine Personalentscheidung, die Investoren überraschte und heftige Turbulenzen auslöste. Warsh gilt als geldpolitischer «Falke», der einen restriktiven Zinskurs befürwortet. Die Märkte hatten einen Befürworter lockerer Geldpolitik erwartet.
Die Auswirkungen waren dramatisch. Der Goldpreis stürzte am Morgen auf 4.402 Dollar je Feinunze ab – den tiefsten Stand seit vier Wochen. Noch am Donnerstag hatte das Edelmetall mit 5.595 Dollar ein Allzeithoch erreicht. Silber traf es noch härter: Der Preis sackte zeitweise auf 71,38 Dollar je Feinunze ab, nachdem er in der vergangenen Woche ein Rekordhoch von 121,65 Dollar markiert hatte.
Am frühen Nachmittag erholten sich beide Metalle deutlich. Gold kletterte auf 4.779 Dollar, Silber zuletzt auf 83,83 Dollar.
Der DAX stabilisierte sich und legte 0,9 Prozent auf 24.760 Punkte zu. Die US-Börsen-Futures rutschten ab: Der S&P 500 verlor 0,7 Prozent, der Nasdaq ebenfalls 0,7 Prozent.
Ölpreise brachen um mehr als fünf Prozent ein. Bitcoin gewann nach zwölf Prozent Verlust seit Mittwoch leicht auf über 78.000 Dollar.
Warum Warsh die Märkte bewegt
Warsh will die Inflation unter Kontrolle bringen und gilt als Hardliner in Zinsfragen. Seine Nominierung erschüttert die Erwartung weiter fallender US-Zinsen. Das stärkt den Dollar – und macht die in Dollar gehandelten Edelmetalle teurer, was die Nachfrage dämpft. Zinsfreies Gold wird relativ unattraktiver, wenn die Zinsaussichten nicht stark nach unten zeigen.
Die extreme Preisbewegung lockte Spekulanten an, die auf weiter steigende Edelmetallpreise auf Kredit gesetzt hatten. Als die Preise gegen sie liefen, mussten sie Positionen schließen – ein Teufelskreis nach unten entstand.
Experten bleiben optimistisch
Jochen Stanzl von der Consorsbank erklärte, die Marktturbulenzen hätten automatische technische Verkäufe auch in anderen Vermögenswerten ausgelöst, «obwohl diese mit der starken Kurskorrektur dort nichts zu tun haben».
Edelmetallexperten von Heraeus sehen die jüngsten Verwerfungen gelassen: «Fundamentale Veränderungen waren für die jüngste Entwicklung hingegen nur von untergeordneter Bedeutung.» Die Deutsche Bank hält an ihrem Kursziel von 6.000 Dollar für Gold fest.
Analysten verweisen auf geopolitische Unsicherheiten, starke chinesische Nachfrage und weiterhin bestehende Aussichten auf fallende Zinsen.
Stephen Innes von SPI Asset Management kommentierte die Nominierung: «Man bekommt die Schlüssel zur mächtigsten Zentralbank der Welt nicht ausgehändigt, weil man vorhat, in die entgegengesetzte Richtung derjenigen zu fahren, die einem die Schlüssel gegeben haben.»
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.






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